Nadine Holthaus

„Ein Pferd ist ein Pferd, ist ein Pferd, ist ein Pferd…“

Jahrgang 1985

Im schönen Oberallgäu geboren, war ich schon immer mehr im Wald als vorm Herd und dann am liebsten auf einem Pferd. So habe ich etliche Bauern wohl ziemlich damit genervt ihre Pferde - meist Kutschpferde - reiten zu dürfen. Bis ich 10 war, habe ich für meine Pferdezeit mit Stallarbeit bezahlt und dann wurde mein Traum in Norddeutschland endlich Wirklichkeit: ich bekam ein eigenes Pony, Ricardo, einen Welsh PB Wallach, damals roh und gerade 3 Jahre. Ein steiniger Weg lag vor uns. Er endete in einer für mich kleinen Revolution: ich sattelte mein Pony und ritt vom Reitstall zu meinen Großeltern, um dort mein Pony mit den Hühnern in eine WG zu stecken. Der Versuch scheiterte. Rici rannte rüber auf die Kuhwiese. Ein entscheidender Punkt, denn damals begriff ich was mit artgerechter Pferdehaltung gemeint war. So haben Rici und ich wilde Zeiten erlebt und ich habe durch ihn erfahren, was eine solche artgerechte Pferdehaltung mit sehr geringen Mitteln in der Umsetzung bedeutet: ein Haufen Pferdeäpfel, Matsch, Weidezäune und unendliche Arbeit, kein Urlaub, immer Zuhause sein und ständig nach dem Rechten sehen. Davon hatte ich anscheinend auch nach dem Abi immer noch nicht genug, sodass ich 2005 mit Pony, Hund und Dreadlocks in die Rhön auf den Pferdehof Arhöna zog. Damals ahnte ich noch nicht, dass hier mein Leben mit Pferden erst begann. Ich lernte intensiv Natural Horsemanship. Von Kinderfreizeiten über Einzelunterricht, Wanderritte, Kurse und Shows - es war alles dabei, was sich ein Pferdenerd so wünschen kann. Neben etlichen Kursen (Weinzierl ist ja klar, Benson, Honza, Aguilar, Halfpenny, Alp uvm.), durfte ich ein sehr lehrreiches Praktikum bei Silke Vallentin absolvieren.

Nach diesen arbeits - und erfahrungsreichen Ponyhofjahren zog es mich nach Kassel, natürlich mit Rici, um zu studieren (BA Soziale Arbeit). Heute wohne ich in Osnabrück mit meinem Mann Nils und arbeite in Neu Drefahl. Während meines BA Studiums habe ich nebenbei Einzelunterricht in ganz Deutschland gegeben und die restliche Zeit für Fortbildungen genutzt. Der FN Trainer C Schein (Breitensport) schickte mich nochmal zurück in die Zeit der Reitvereine und muffigen Stallgassen mit unendlich langen Boxenreihen. Ich war ziemlich entsetzt und doch habe ich eine Menge gelernt: die Theorie ist famos, die Praxis teilweise das Grauen! Diese klassische Theorie verbinde ich heute sehr erfolgreich mit den Grundsätzen des Natural Horsemanship, dessen Praxis nicht immer frei von Kritik, jedoch wesentlich reflektierter als der normale „Pferdesport“ abläuft. Ich lege in meiner Pferdearbeit Wert auf die Entspannung aller Beteiligten und erkläre die Ausbildungsskala aus einer anderen Perspektive. Denn ein Pferd, ist ein Pferd, ist ein Pferd…. Es gibt gewisse Grundsätze von denen beide Richtungen sehr profitieren können.

In Neu Drefahl habe ich den perfekten Arbeitsort gefunden, um mein Wissen zu teilen und neues dazu zu gewinnen. Rici genießt seinen Ruhestand und ich die Ruhe, wenn ich ihn auf den riesigen Weiden besuche. Jeder Ritt in dieser wunderschönen Gegend zeigt mir, wie simpel es doch ist, eine wirklich gute Zeit zu verbringen.

Aufgabenbereich im Weinzierl-Team:

  • Hofleitung und Betriebsführung
  • Pferdeausbildung
  • Leitung der Trainerklassen
  • Kursleitung
  • Einzelunterricht mit individuellen Schwerpunkten

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