Eine Woche im Paradies

Als eigentlich totale Reitanfängerin sowohl im Reiten selbst als auch im Umgang mit Pferden kam ich auf das „Uwe Spezial“ Camp und als erfolgreiche Anwenderin der Sieben Horsemanship Spiele nach Pat Parelli kam ich davon zurück. Und (fast) sieben Worte kann ich in diesem Zusammenhang sagen: Das Glück der Erde liegt in (Neu) Drefahl! ☺

Der erste Tag beim Camp war schon total entspannt und herzlich. Wir bekamen alle unsere Zimmer zugeteilt, die individuell und gemütlich eingerichtet sind. Uwe besorgte für manchen Teilnehmer/-in mit „ich hab` Rücken“ auch noch neue Matratzen aus dem Fundus. Ein bisschen fühlte ich mich wie auf einer Ranch, die Gebäude erinnerten mich daran. Die große Küche fürs gemeinsame Kochen, Treffen, Snacken und Plaudern oder Käffchen holen (sehr guter Biokaffee) war ein Ort zum Austauschen und Relaxen zwischen den Kursen. 

Für die Teilnehmer-innen, die mit eigenem Pferd angereist waren, gab es am ersten Tag dann eine super spannende Zusammenführung. Wir konnten auf einer riesigen Koppel für die „Gästepferde“ beobachten, wie live in natura Herdenbildung funktioniert. Uwe erzählte uns in diesem Zusammenhang, dass sich das im Laufe der Woche auch noch verändern wird und so ein Herdengeschehen und Herdengefüge ja immer dynamisch ist. Meine bisherigen Bilder im Kopf von Pferden in Boxenhaltung sahen natürlich ganz anders aus. Als Grundlage, um das Verhalten und die Kommunikation von Pferden zu verstehen, hat mir dieses Erlebnis sehr geholfen. Inzwischen beobachte ich Pferde auf der Koppel unheimlich gerne.

Am ersten Abend saßen wir dann alle gemütlich am Lagerfeuer zusammen, nachdem uns Uwe und sein Trainerinnen-Team den Ablauf des Camps erklärt hatte und wir wussten, was uns die nächsten Tage erwarten wird. Die Gruppe war herausfordernd heterogen was Erfahrung im Natural Horsemanship und auch das Reiten an sich angeht. Aber Uwe und sein Team haben sich sehr große Mühe gegeben, auf jeden individuell einzugehen und jeden an seinem jeweiligen Level bzw. Trainingsstand abzuholen. 

Am zweiten Tag ging es dann endlich mit der Bodenarbeit los. Ich bekam auch mein Pferd für die Woche und war auf Anhieb verliebt. Mambo sollte mich für diese Woche begleiten und mir ein geduldiger Lehrmeister sein.

Die Camp-Tage begannen nach einem leckeren Frühstück immer mit Bodenarbeit; jeder/jede von uns holte sich sein Pferd von der Koppel und wir legten im Roundpen mit unserem Pferd los, angeleitet durch eine Trainerin aus Uwes Team. Die 1:1 Betreuung war für mich als totaler Neuling auch sehr hilfreich. Danach konnte man noch freiwillig weiter üben oder sich einfach eine Pause gönnen und die Atmosphäre auf dem riesigen Gelände genießen. Uwe stand bei Fragen immer zur Verfügung und half. Insbesondere die Campteilnehmer mit eigenem Pferd hatten noch mal spezifische Ziele wie das Hinlegen oder eben das Verladetraining.

Am Nachmittag gab es dann auf dem großen Reitplatz immer Training mit allen Teilnehmern zusammen, bevor es dann als Tagesabschluss zum Ausreiten ins Gelände ging. Auch hier wurde Uwe mit seinem Team den verschiedenen Ansprüchen gerecht, denn es gab drei Ausrittgruppen (Schritt, Trab und Galopp). Das Ausreiten in dieser schönen Landschaft mitten durch den Wald war jeden Tag mein persönliches Highlight. Was ich am Tag in der Bodenarbeit mit meinem Pferd gelernt hatte, zeigte sich am Abend beim Ausreiten im Gelände. Mit Pferden sicher und entspannt in jeder Situation arbeiten, braucht das Vertrauen und den Respekt deines Pferdes. Wo ich am zweiten und dritten Tag Mambo noch nicht im Gelände richtig führen konnte und er sich auf seine „Freunde“ aus der Herde verließ, konnte ich schon am dritten Tag mit Mambo von der Gruppe in einer „Unabhängigkeitsübung“  wegreiten und er ließ sich problemlos führen.

Die weitere Woche bestand aus Üben, Üben, Üben, um in den Sieben Spielen nach Pat Parelli sicherer zu werden. 

Die Woche war extrem kurzweilig und ging viel zu schnell vorbei. Als grandiosen Abschluss gab es Uwes Showdown, bei dem wir alle auf dem großen Parcours zeigen konnten, was wir zusammen mit unserem Pferd erarbeitet und gelernt hatten. Ich konnte mir davor nicht vorstellen, dass Pferde auch Fußball spielen können! Uwe blieb mit Veloz leider ungeschlagen. Meine Urkunde als „verliebteste“ Teilnehmerin hängt heute an exponierter Stelle, nämlich am Kühlschrank, für jeden und mich immer gut sichtbar. 

Tja, es liegt auf der Hand… Ich war im Pferdeparadies und komme davon nicht mehr los! Deswegen: Ab zum nächsten Camp mit Uwe und seinem tollen Team. Wir sehen uns im Herbst in der Rhön! 

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